Solidaritätsschreiben an die Beschäftigten von Salzgitter Mannesmann Grobblech in Mülheim

Veröffentlicht am Dienstag, 23. Februar 2016 19:03

Solidaritätsschreiben an die Beschäftigten von Salzgitter Mannesmann Grobblech in Mülheim

 Das Bündnis WIR AUS Mülheim hat auf seiner Vorstandssitzung am 23.01.2016 folgendes Solidaritätsschreiben an die Beschäftigten der Salzgitter Mannesmann Grobblech in Mülheim verfasst:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Bündnis WIR AUS Mülheim ist entsetzt über die Entscheidung des Salzgitter-Managements, am Standort in Mülheim insgesamt 193 Arbeitsplätze abzubauen, davon allein 102 Arbeitsplätze durch Outsourcing!

 

Wir erklären Euch hiermit unsere uneingeschränkte Solidarität im Kampf um den Erhalt Eurer Arbeitsplätze. Wir kritisieren die völlig unzureichenden Maßnahmen im Gesetzentwurf der Regierungsparteien aus CDU und SPD zu Leiharbeit und Missbrauch von Werkverträgen. Durch die verfehlte Politik werden Managern Handlungsspielräume geboten, die reguläre und tariflich abgesicherte Arbeitsplätze vernichten und unsichere  und unsoziale Arbeitsverhältnisse schaffen.

 

Über Jahre hinweg habt ihr als Belegschaft am Standort hohe Gewinne erwirtschaftet. Das Management versäumte es jedoch, ausreichende Investitionsrücklagen zu bilden. Jetzt soll die Belegschaft zur Ader gelassen werden! Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe, in der Hauptsache bei der Belegschaft, ist ihre einzige Antwort auf die momentane Situation!

 

Sie wollen die schwierige Auftragslage dazu nutzen, ihre Gewinne zu steigern, wieder einmal zu Lasten der Belegschaft. Durch die Ankündigung von Arbeitsplatzabbau und Outsourcing wird Druck gemacht, um die Moral und Kampfbereitschaft zu brechen. Altersteilzeit und flexible Arbeitsbedingungen zu schlechteren Konditionen stellen sie als alternativlos hin. Dabei war in jüngster Vergangenheit die termingerechte Abwicklung der Aufträge nur durch massiven Einsatz von Mehrarbeit, zum überwiegenden Teil in der Verladung, gewährleistet! Jetzt wollen sie outsourcen, das ist so nicht hinnehmbar!

 

Mit Waschkaue, Tordienst, Probenfahrer und Poststelle sind zudem Bereiche betroffen die dazu dienten, langjährigen Beschäftigten nach harter Arbeit im Betrieb einen leidensgerechten Arbeitsplatz anzubieten. Gab es vor wenigen Jahren davon noch 8 auf 105 reguläre Arbeitsplätze im Warmteil des Blechwalzwerks, so gibt es heute unter der neuen Führung der Betriebsleitung keinen einzigen mehr! Damit wurde die Marschrichtung des Personalvorstands konsequent umgesetzt!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Salzgitter Mannesmann Grobblech!

 

Die Maßnahmen des Managements sind nicht hinnehmbar und müssen zurückgewiesen werden! Kein Stellenabbau und kein Outsourcing und Altersregelungen nur mit vollem Ausgleich der Bezüge! Im Kampf um eure berechtigten Forderungen steht WIR AUS Mülheim an Eurer Seite!

 

 

                                                                                                                         

 

                                                                                             

 

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Alles klar! Das habe ich verstanden: