Hände weg von unserer VHS!

Veröffentlicht am Sonntag, 24. August 2014 14:26

 

 

"Ein Abriss samt Verkauf der VHS-Anlage wäre ein weiterer Schritt in Richtung Ausverkauf des städtischen Tafelsilbers" so Cevat Bicici, Stadtverordneter von WIR AUS Mülheim. "Das Ganze erinnert uns stark an den Verkauf von Jugendherberge, Stadtbad, Feuerwache und nicht zuletzt auch des Schullandheimes. Im Namen der Schuldentilgung, wurden damals wertvolle Kultureinrichtungen einfach fahrlässig verschleudert. Selbst wenn der Kaufpreis angemessen gewesen wäre, was wir bis heute noch stark bezweifeln, dann wäre der Verkaufserlös trotzdem nur ein einmaliger Effekt gewesen, der sprichwörtliche "Tropfen auf den heißen (Zinsen-)Stein". Was bleibt, ist nur die Gewissheit, das auf nicht absehbare Zeit diese tollen Einrichtungen für die Mülheimerinnen und Mülheimer aus dem Angebot verschwunden sind." so Bicici weiter. "Das darf sich mit der VHS auf keinen Fall wiederholen. Hier und jetzt muss endlich mal eine Grenze gezogen werden!" 

 

Gerade deswegen sind die jüngsten Äußerungen der Oberbürgermeisterin, die den Standort bei der Bewerbung um die Sparkassen-Akademie als „das Beste der Stadt“ angepriesen hat, ein weiterer Schlag ins Gesicht der Mülheimerinnen und Mülheimer und geben Anlass zu ernster Sorge bei WIR AUS Mülheim. Nachdem bereits mit Kostensteigerung und Parkgebühren-Wucher die erste Angriffswelle auf eines der verbliebenen Kulturangebote vorbeigerollt ist, soll jetzt mit dem Verkauf das Thema wohl komplett erledigt werden. Dabei ist die zentral gelegene VHS für Veranstaltungen abseits der ansonsten herrschenden industriellen Normen und Anforderungen, sowie für eine freie und selbstbestimmte Weiterbildung in Beruf, Kultur und Politik unverzichtbar.

 

"Gerade die Zentralisierung hat doch erst zu einer Ausweitung und Qualitätssteigerung der Kurse geführt. Jetzt winken ein paar, im Vergleich zum Schuldenberg läppisch anmutende Euros, und schon soll dieses erfolgreiche Konstrukt schnellstens über Bord gekippt werden. Zwar wird bei den beteiligten Parteien von "interkommunalen Kooperationen" und "Qualitätssteigerungen durch eine Dezentralisierung" herumfabuliert, aber wenn man bedenkt, in welchem Schneckentempo und mit welchem Desinteresse jetzt schon an alternativen Plänen herumgestümpert wird, dann möchte man sich gar nicht wirklich ausmalen wie diese "Qualitätssteigerungen" am Ende aussehen." so der Stadtverordnete.

 

WIR AUS Mülheim fordert:

 

 •Die VHS an der Bergstraße braucht eine Bestandsgarantie

 

•Das Gelände darf nicht zum Spekulationsobjekt werden

 

•Das Gebäude ist stadthistorisch wertvoll, es muss erhalten und saniert werden

 

•Keine Kürzungen bei Bildungsangeboten

 

•Kursgebühren, die sich jeder leisten kann