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WIR AUS Mülheim unterstützt den Kampf der Erzieherinnen und Sozialarbeiter für mehr Lohn !

Über Jahrzehnte ist der Beruf der Erzieherinnen zu einem Neben- oder Zweitverdienst verkommen und niemand hat deswegen protestiert. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Mitarbeiter stetig gewachsen. War früher die reine "Verwahrung" der Kinder im Vordergrund, so geht es heute vor allen Dingen um die Entwicklung der sozialen Kompetenz.

 

Der klassische Kindergarten hat sich zur Vorschule gemausert. Angesichts wachsender Ansprüche an ihre Arbeit müsse auch die Wertschätzung steigen, dafür kämpfen sie. Seit Montag beteiligen sich in Mülheim rund 250 Erzieherinnen und Sozialarbeiter am Streik. Insgesamt sind in Mülheim etwa 500 MitarbeiterInnen vom festgefahrenen Tarifstreit betroffen. Sie leisten inzwischen viel Vorarbeit für die Grundschulen, und das muss sich auch in der Bezahlung niederschlagen.

 

Wir fordern die Arbeitgeber auf, endlich ein Verhandlungsangebot auf den Tisch zu legen, das die Arbeit der Beschäftigten deutlich aufwertet“, sagt Cevat Bicici, Stadtverordneter von WIR AUS Mülheim. Es sei ein Skandal, welches Schauspiel die Arbeitgeber auf dem Rücken der Beschäftigten, der Eltern und Kinder aufführten.

 

Trotz hoher Belastungen seien die Arbeitgeber nicht bereit, ein Angebot zur Aufwertung der gesellschaftlich wichtigen Berufe auf den Tisch zu legen. Bicici fordert: „Es muss Schluss sein mit den Lippenbekenntnissen von Arbeitgebern und Politikern , die gerade in Mülheim immer wieder beteuern, dass sie in Zukunft und Bildung investieren würden, für gute Kitas ist gut ausgebildetes und motiviertes Personal nötig“.