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Rassismus Tötet

Rassismus Tötet! Wir wollen keinen geistigen Brandstifter in Mülheim an der Ruhr!

 

Wieder einmal kam es in Deutschland zu einem rechtsradikalen tödlichen Anschlag. Am 19. Februar Mittwochabend schoss in der Kleinstadt Hanau in Hessen, der rechtsextremer Täter Tobias R. in zwei Stadtteilen auf Shisha-Cafés und tötete 9 Menschen. 9 Menschen mit Hoffnungen, Träumen, Geschichten und ihrem ganzen Leben vor sich. Viele weitere wurden verletzt. Die abscheuliche Tat zielt auf unsere Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur ihre Heimat haben.

Dass solche rassistisch-faschistische Angriffe in Deutschland möglich sind, ist für uns leider nicht überraschend. In den letzten Jahren haben sich rechte Parteien und Gruppierungen zunehmend radikalisiert. Polizeiliche Durchsuchungsaktionen einer rechten Terrorzelle haben gezeigt, wie radikal sie sich zum Beispiel beim bewaffneten Angriff auf eine Moschee vorbereiten.

Abgeordnete der AfD in den Landesparlamenten und im Bundestag hetzen jeden Tag mit öffentlichen Äußerungen gegen Migrant*innen, Geflüchtete und Muslime und radikalisieren Teile der Bevölkerung. Die Bundesregierung sieht hierbei häufig tatenlos zu. Dass der NSU fast ungestraft und ohne lückenlose Aufklärung mit ihren Morden davonkommen konnte, hat nun weitere Neonazis ermutigt ihre menschenverachtende Ideologie gewalttätig umzusetzen.

Wie die Anschläge von Mölln, Solingen und die rechtsterroristischen Morde des NSU zwischen 2000 und 2007 Zeigt, dass wir ein massives Problem mit Rechtsterrorismus und tödlicher Gewalt von rechts haben. Ein Problem, das befeuert wird durch rechten Hass und Hetze in sozialen Medien.

Vor acht Monaten ermordeten Neonazis den CDU-Politiker Walter Lübcke, vor viereinhalb Monaten folgte ein rechtsterroristischer Anschlag an Jom Kippur in Halle, vor einer Woche wurde ein weiteres rechtsterroristisches Netzwerk aufgedeckt – die Liste ließe sich fortsetzen.

Liebe Freundinnen und Freunde,

das sind keine Einzelfälle, das ist ein grundsätzliches Problem. Der Anschlag in Hanau, Die Morde und die Ereignisse in Thüringen, machen deutlich wie weit die Rechtsentwicklung in Deutschland fortgeschritten ist.

Die Mehrheit der Menschen solidarisiert sich mit den Opfern und verurteilt rassistische und rechtsextreme Angriffe und Gewalttaten.
Das zeigen die vielen Protestaufrufe vieler antifaschistischer und demokratischer Gruppen direkt nach der Tat.

WIR AUS Mülheim ruft alle in Deutschland lebenden Menschen ob Deutsche oder Migranten dazu auf, sich an ihrem Arbeitsplatz und im Lebensumfeld mit ihren Kolleg*innen und Nachbarn gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu verbünden und auf die Straße zu gehen.

Die Bundesregierung fordern wir auf, rassistische und faschistische Hasspropaganda sofort zu verbieten.

In Gedenken an:

  • Gökhan Gültekin
  • Ferhat Ünvar
  • Mercedes K.
  • Sedat Gürbüz
  • Hamza Kurtović
  • Kalojan Welkow
  • Bilal Gökçe
  • Fatih Saraçoğlu
  • Said Nessar El Hashemi

 

Wir trauern um die Opfer dieser faschistischen Tat. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Opfer.

Kein Fußbreit den Faschismus, Gemeinsam sind wir stark!